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Einstellungstests erfolgreich bestehen  


Immer mehr Unternehmen setzen bei der Bewerberauswahl auf Einstellungstests. Wenn Sie als HochschulabsolventIn sich z.B. bei der Deutschen Bank, DaimlerChrysler, Sony, Lufthansa, Siemens oder Unternehmensberatungsfirmen bewerben, müssen Sie, bevor Sie eine Einladung zum Vorstellungsgespräch bekommen, in der Regel ein Assessment Center (kurz AC) bewältigen. Dabei handelt es sich um ein testgesteuertes Personalauswahlverfahren.

Von vielen Arbeitgebern wird das Assessment Center (vom engl. to assess = abschätzen, center = Mittelpunkt) als eine Art Wunderwaffe der Personalauslese gefeiert. Zweifel sind allerdings berechtigt, ob dieses Instrument halten kann, was sich so viele Firmen davon versprechen.

Das AC ist eine Kombination verschiedener Verhaltens- und Arbeitsproben und kann sich über etwa einen halben Tag bis zu mehreren Tagen erstrecken. In der Regel werden sechs bis zwölf Kandidaten eingeladen, die zwischen acht und zwölf Übungen bestreiten müssen. Dabei werden sie von drei bis sechs Assessoren beobachtet. Diese repräsentieren die Arbeitsplatzvergeber und entscheiden darüber, wer letztlich ausgewählt wird und wer nicht.

Manchmal geht´s heftig zur Sache, besser gesagt unter die Gürtellinie:

Zum Hors d´œuvre servierte der Kellner in einem Nobelrestaurant Frischschenkel in Weinsauce. Der Personalchef lehnt sich entspannt zurück, lockert die Krawatte, hebt sein Glas Picot blanc und wünscht guten Appetit. Der ihm gegenüberliegende Bewerber um den Managerposten in einem Münchner Großbetrieb glaubt, nun endlich alle Einstellungshürden genommen zu haben. Zwei Tage lang beantwortete er geduldig jede Frage zu seinem Privatleben, referierte ausführlich über sein Betriebswirtschaftsstudium, kreuzte die Vorgaben in einem Biographischen Fragebogen an, löste die Aufgaben des Intelligenztestes, wählte aus 48 Fotos von Geisteskranken und abnormen Persönlichkeiten die ihm sympathischsten aus (Szondi-Test) und behauptete sich in Gruppendiskussionen mit anderen BewerberInnen.
Zu guter Letzt wurde er dann zu besagtem Essen eingeladen...Der Personalchef nippt noch einmal an seinem Weinglas und räuspert sich. Dann fragt er für jedermann im Lokal gut vernehmbar: "Sagen Sie, onanieren Sie eigentlich noch?" Der Bewerber ist mehr als verlegen. Er weißt nicht, was er antworten soll, und überlegt, was diese Frage mit seinem zukünftigen Job zu tun hat. Und er ahnt nicht, dass es nun von seiner Reaktion und seiner in dieser peinlichen Situation gezeigten Nervenstärke abhängt, ob er künftig ins Büro oder aufs Arbeitsamt geht.

So manch ein Personalentscheider scheint vor gar nichts zurückzuschrecken, um den "geeigneten Kandidaten" ausfindig zu machen. Für Sie gilt es zu entscheiden, ob Sie in einem Unternehmen arbeiten wollen, das auf derlei fragwürdige Methoden zurückgreift. Wir wollen Sie nicht unnötig in Panik versetzen. Natürlich sind solche Fragen nicht Standard, aber dass man Sie unter Druck zu setzen versucht und Sie z.B. im so genannten Stress-Interview mit provokanten Fragen aus dem Konzept bringen will ("Sagen Sie mal, ist diese Stelle nicht ein paar Nummern zu groß für Sie?"), ist gar nicht so selten. Für Sie sollte in solchen Momenten vor allem eine Devise gelten: Locker bleiben und immer dran denken - das Ganze hier ist nur ein Test!

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