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Die einzelnen AC-Aufgabentypen könnte man wie folgt umschreiben:

- Jeder für sich allein
Zu diesen Aufgabentypen gehört z.B. die so genannte Postkorbübung, bei der Sie unter Zeitdruck den Posteingang durchsehen und Entscheidungen treffen müssen, was wirklich wichtig ist und sofort erledigt werden muss, was warten kann und was gut zu delegieren ist. Testzielt ist die Überprüfung des allgemeinen Organisationsvermögen.
Aber auch andere Tests (Intelligenz, Konzentration-Leistung, Persönlichkeit) kommen zum Einsatz.

- Jeder gegen jeden
In einer Art führerlosen Gruppendiskussion hat jeder seinen eigenen Standpunkt und seine berechtigten Forderungen zu vertreten. Dabei soll ein gemeinsames, von allen getragenes Ergebnis erarbeitet werden. Hier kommt es auf Kompromiss- und Kooperationsbereitschaft, aber auch Durchsetzungsvermögen an.

- Einer gegen den anderen
Typisch hier: Ein Rollenspiel. In der Regel müssen Käufer und Verkäufer einen Kompromiss finden und dabei Diplomatie, Eloquenz und Entscheidungskraft unter Beweis stellen.

- Einer vor allen anderen
Dabei geht es um einen Kurzvortrag bzw. eine Art Präsentationsübung. Sie bereiten sich auf ein Thema vor und unterhalten dann möglichst gut das verehrte Publikum, Ihre Beurteiler und Mitbewerber. Natürlich kommt es auf Rhetorik, Überzeugungskraft und Darstellungskunst an.

Generell geht es bei den ACs um die Überprüfung folgender Merkmale bzw. Anforderungen:

  • Führungsfähigkeiten
  • Initiative
  • Kreativität
  • Planung
  • Kontrolle
  • Flexibilität
  • Entscheidungsfähigkeit
  • Verhalten in Stress-Situationen
  • mündliche und schriftliche Kommunikationsfähigkeit
  • interpersonelles Verhaltensrepertoire

Neben den bereits vorgestellten Übungen kommen im AC häufig auch klassische psychologische Testverfahren zum Einsatz. Dazu gehören neben Intelligenz- und Leistungs-/Konzentrationstests vor allem Persönlichkeitstests.

Persönlichkeitstests

Passt der Bewerber bzw. die Bewerberin zu uns? Was hat er/sie für einen Charakter? Mit Hilfe von Persönlichkeitstests wollen Arbeitgeber Antworten auf diese Fragen bekommen.

Da werden die KandidatInnen dann mit Aufgaen wie folgender konfrontiert:
"Ein Mann hat einen Bekannten, Herrn Fischer, zum Flughafen gefahren. Dabei hat er sich verfahren, so dass Herr Fischer sein Flugzeug verpasst hat. Was antwortet Herr Fischer?" (Klicken Sie Ihre bevorzugte Antwort an.)

a) "Dass Sie sich verfahren, habe ich irgendwie vorher geahnt?"
b) "Das macht gar nichts. Der nächste Flieger geht ja in vier Stunden."
c) "Einerseits Pech. Andererseits: Wer weiß, wofür es gut ist."

Bei derlei Tests geht es letztlich um Ihre Anpassungsfähigkeit. Können Sie in heiklen, Frust auslösenden Situationen angemessen reagieren. d.h. nicht gleich losplatzen, explodieren und auf die Barrikaden gehen oder andererseits sich nicht sofort ganz und gar zurücknehmen, verkriechen und dafür entschuldigen, dass Sie überhaupt geboren worden sind? Tests wie diese dienen dazu, Menschen "auszusieben", die entweder zu den Aufmüpfigen oder zu den stillen "Sensibelchen" gehören.

Oft stellen die Aufgaben einen unzulässigen Einbruch in die Privatsphäre dar. Deshalb lautet das Gebot der Stunde: Lernen Sie, Persönlichkeits-Testverfahren zu durchschauen. Und überlegen Sie, was Sie wirklich über sich preisgeben bzw. welches Bild Sie von sich erzeugen wollen.

 

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