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8) Arbeitskonditionen

Hier werden grob die Rahmenbedingungen abgeklärt, wie Aufgabengebiet, Arbeitszeit, Probezeit, Kündigungsfristen, Sonderzahlungen etc. Detailliert besprochen werden diese Aspekte aber erst, wenn man wirklich in die absolut engere Wahl gekommen ist, also beim zweiten Vorstellungsgespräch.

9) Fragen des Bewerbers/der Bewerberin

Im Vorstellungsgespräch können bzw. sollten Sie sogar selbst Fragen stellen. Damit unterstreichen Sie Ihr Interesse. Aber bitte fragen Sie nicht als erstes nach dem 13. Monatsgehalt oder wann Sie Urlaub haben können.

Fragenbeispiele:

- Ist diese Position/dieser Arbeitsplatz neu geschaffen worden oder fester Bestandteil in Ihrem Unternehmen?
- Gibt es ein Organigramm (Organisationsplan), in dem der ausgeschriebene Arbeitsplatz dargestellt wird?
- Wie ist die Einarbeitungsphase geplant? (Ansprechpartner, Programm, wie lange)?
- Welche Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es in Ihrem Unternehmen?

10) Abschluss des Gesprächs und Verabschiedung

Fragen Sie, ab wann Sie mit einer Nachricht rechnen können bzw. ob und wann Sie sich melden dürfen.

Das zweite Vorstellungsgepräch

Haben Sie keine Absage bekommen, dann sind Sie ganz nah dran am Ziel Ihrer Träume. Allerdings ist es möglich, dass ein weiteres Vorstellungsgespräch auf Sie wartet. Manchmal wird man sogar zu einem dritten Gespräch eingeladen. Hier geht es darum, offen gebliebene Fragen ausführlich abzuklären, noch einen besseren persönlichen Eindruck zu bekommen und Sie Ihren potenziellen Kollegen vorzustellen, um ggf. auch deren Meinung mit zu berücksichtigen.

Marktanalyse zur Vorbereitung

Oftmals werden erst jetzt im zweiten Gespräch die Arbeitsbedingungen und Gehaltswünsche richtig verhandelt.
Für Sie als BerufseinsteigerIn ist so eine Gehaltsverhandlung noch etwas schwieriger als für den gestandenen Arbeitnehmer mit der Erfahrung einiger Berufsjahre. Nichtsdestotrotz gelten auch für Sie als "Neuling" ähnliche Regeln. Die wichtigste: Bereiten Sie sich eingehend vor. Versuchen Sie herauszufinden, was üblicherweise für die Position, die Sie anstreben, gezahlt wird. Informationen dazu erhalten Sie bei Berufs- und Interessensverbänden, Gewerkschaften und in Wirtschaftszeitungen bzw. -zeitschriften (z.B. Capital, Wirtschaftswoche, Handelsblatt, die regelmäßig Übersichten abdrucken, was in den verschiedenen Branchen und Positionen verdient wird). Überlegen Sie sich genau, welche Leistungen Sie hervorheben wollen, wie Studienergebnisse, erste berufliche Erfahrungen, Weiterbildungskurse etc. Je nachdem, welche Qualifikation oder sogar Vorerfahrungen Sie einbringen können und welche zukünftigen Leistungen Sie glaubwürdig in Aussicht stellen - die Darstellung dieser Aspekte wird eine wesentliche Auswirkung auf ihre Gehaltswünsche haben.

Auf jeden Fall gilt: Nicht zu früh und von sich aus auf das Thema Geld zu sprechen kommen. Und vermitteln Sie nicht den Eindruck, dass es Ihnen nur ums Finanzielle geht. Aber verdeutlichen Sie sich und Ihrem Arbeitgeber in jedem Fall: Sie sind nicht bereit, Ihre Arbeitsleistung unter Wert zu "verkaufen".

 

© Hesse/Schrader Büro für Berufsstrategie berufsstrategie.de
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